Ein Interview mit Anja: persönlich, humorvoll und mit ganz viel Emotion. Was sie antreibt, wofür sie steht und wer es geschafft hat sie zu beeindrucken!

Name: Anja Hagenauer
Beruf: Lehrerin & Mitarbeiterin im Team Vielfalt (Stadt Salzburg)
Herkunft: geboren in Braunau, Heimat Salzburg
Das motiviert mich: die Arbeit mit den Menschen, insbesondere mit den Senior:innen
Mag. Anja Hagenauer erzählt im Interview über ihre aktuelle Tätigkeit. So berichtete die ehemalige sozialdemokratische Politikerin, dass sie in ihrer heutigen Rolle zahlreiche bedeutende Projekte für die Stadt Salzburg realisiert. Ihre Motivation schöpft sie aus der Arbeit im Team Vielfalt der Stadt Salzburg, das verschiedene Fachbereiche umfasst. Dabei engagiert sie sich nicht nur für Senior:innen, sondern setzt sich auch für die Jugend, Integration, Gleichstellung sowie die Belange von Menschen mit Behinderung ein. Ein besonderes Anliegen ist es ihr, Themen, die ältere Menschen betreffen, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und gesellschaftliche Tabus zu brechen.
Erzähle uns über deine aktuellen Projekte, was gibt es Neues?
Ein großer Schwerpunkt im Jahr 2025 ist das Thema „Tod“. Es wird im Oktober einen Monat des Todes geben, unter der Überschrift „Jedermannstod“. Es wird eine Fachkonferenz gemeinsam mit St. Virgil geben. Nicht nur für die Fachkräfte, die mit dem Thema Tod zu tun haben, ob das der Totengräber ist, die Ärztin oder der Pfleger, sondern es sollen auch alle Menschen erreicht werden, die vielleicht noch ein bisschen Angst haben vor diesem Thema. In diesem Monat wird es viele verschiedene Angebote zum Thema Tod geben. Ernst, aber auch auf lustige Weise.
Gibt es Persönlichkeiten, welche dich beeindrucken?
Ja, eine „einfache“ Frau beeindruckte mich. Diese Frau hatte vor einigen Jahren bei mir um Unterstützung angesucht. Sie hat sich mit einem einfachen Job nachhaltig aus einer langjährigen Gewaltbeziehung sowie einem Leben auf der Straße retten können. Vor allem bewundere ich ihren Mut und Kraft in einer solchen persönlichen Ausnahmesituation. Du musst es schaffen, wohin zu gehen und zu sagen, bitte helft mir. Und dann, das Zweite, die Hilfe auch anzunehmen und in dem Moment stark zu sein. Das schaffen nicht viele.
Auch der aktuelle Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herr Herbert Reul, hat mich mit seinem Kampf gegen alle, die Kinderpornografie erstellen oder die Kinderpornografie konsumieren, platt zu machen, schwerstens beeindruckt. Seine Erfolge in dieser Angelegenheit sind bereits bis nach Salzburg zu spüren. Dafür habe ich mich persönlich bei Herrn Reul in einem Telefontermin bedankt. Das finde ich stark. Ich habe mir einen Telefontermin geben lassen und habe dann gesagt, ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Einfach nur von Herzen bedanken für ihre tolle Politik.
Wie sind deine Erfahrungswerte zum Thema Ausland und Migrant:innen?
Ich spreche Türkisch! Es hat sich so zufällig ergeben, dass ich postgraduate türkisch studiert habe und seit dem pflege ich eine ganz besondere Verbindung zur Türkei. Aufgrund meiner langjährigen Arbeit als Lehrerin und Politikerin kann ich sagen, dass die Menschen vom Ex-Yu-Gebiet immer wieder top engagierte Leute sind.
Gibt es eine Anekdote oder ein Motto, was du gerne mit uns teilen möchtest?
Als Studentin mit einem Nebenjob im Gastgewerbe, habe ich dort viel über den Umgang mit Menschen gelernt. Bis heute nehme ich aus dieser Zeit folgendes mit: „Gehe ohne Vorurteil auf jemanden ein. Begrüße jeden. Jeder verdient Freundlichkeit.“
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