Faszination Eiskunstlauf

Vorbilder, Role Models

Mit sechs Jahren begann Emilia ihren ersten Eislaufkurs und wurde sofort von den glitzernden Trainingsbekleidungen und der Eleganz der Eiskunstläuferinnen fasziniert. Ein Jahr später erfüllte sich ihr größter Wunsch: Sie durfte bei ihrem ersten Bewerb teilnehmen. Wir sprachen mit der jungen Eiskunstläuferin über ihre inspirierende Reise zum nationalen und internationalen Erfolg.

Name: Emilia Čamdžić

Alter: 9 Jahre

Herkunft: geboren in Österreich mit bosnischen Wurzeln (Mama aus Cazin, Papa aus Sarajevo)

Motto:  Mit ein bisschen Glitzer geht alles

Lieblingsessen: Ćevape natürlich 😉

Wie bist du zum Eiskunstlauf gekommen?
Mit 6 Jahren habe ich einen Eislaufkurs gemacht und immer nach meinem Kurs hatten die Eiskunstläuferinnen Training. Ich war so fasziniert von ihnen, dass ich das auch unbedingt lernen wollte. Sie waren alle so schön und elegant und trugen Trainingsbekleidung mit ganz viel Glitzer. Meine Eltern haben mir dann erlaubt, auch mit dem Training zu beginnen. Ich habe dann 3–4-mal die Woche für 2-3 Stunden trainiert. Ein Jahr später ging mein größter Wunsch in Erfüllung: Ich durfte bei meinem ersten Wettbewerb teilnehmen.

Was motiviert dich?
Technisch gehört der Eiskunstlauf zu einer der anspruchsvollsten Sportarten. Wir müssen unsere Sprünge und Pirouetten immer und immer wieder trainieren und üben. Manchmal lernt man einen Sprung und er sitzt fast immer perfekt, und plötzlich geht er am nächsten Tag nicht mehr richtig. Dann heißt es, Ruhe und Geduld zu bewahren. In dieser Zeit sind meine Trainerinnen eine sehr große Stütze für mich. Sie glauben immer an mich und schaffen es immer, mich zu motivieren.

Ich liebe das Eislaufen, weil es sich anfühlt, als würde man fliegen. Am besten ist immer die Wettbewerbssaison, da reisen wir durch fast ganz Österreich und ich sehe meine Freundinnen aus den anderen Vereinen wieder. Ich habe schon Freundinnen in fast allen Bundesländern in Österreich. Am Schönsten ist es aber, wenn ich bei den Wettbewerben meine Kür fahre. Dann vergesse ich alles andere und genieße meinen Auftritt. Wenn dann der Applaus kommt, ist das einfach unbeschreiblich schön – dieser Moment motiviert mich so sehr. Ich trainiere jetzt in der Schulzeit 4-mal wöchentlich für 2-3 Stunden und in den Ferien 5–6-mal für 2-3 Stunden. Ich verbringe so viel Zeit in der Eishalle, dass meine Trainerinnen und Eislaufkolleginnen wie eine zweite Familie für mich sind. Wir sind zwar alle Konkurrentinnen, aber wir halten immer zusammen und unterstützen uns gegenseitig. Das ist mir sehr wichtig.

Hast du Vorbilder?
Mein größtes Vorbild ist die koreanische Eiskunstläuferin Minsol Kwon. Sie ist so talentiert und hat immer die schönsten Kleider und Küren, sie sieht so besonders aus auf dem Eis.

Ebenfalls die großen Mädchen aus meinem Verein, weil sie mich inspirieren und ich so viel von ihnen gelernt habe.

Was würdest du anderen Kindern raten?
Sucht euch eine Sportart und seid nicht zu viel am Handy. Lernt für die Schule und seid lieb und brav.

Emilia hat bei den Landesmeisterschaften von Oberösterreich, Niederösterreich und Salzburg den Gesamtsieg im Skate-Austria-Cup errungen und ist dadurch auch oberösterreichische Landesmeisterin. International hat sie einen beeindruckenden dritten Platz geholt und einmal sogar den ersten Platz belegt!

Sie bereitet sich nun für die nächste Saison vor, die sehr anspruchsvoll wird, da sie letzte Saison so viele technische Punkte erreichte, dass sie eine ganze Altersklasse (bis 13 Jahre) überspringt.

Wir wünschen Emilia viel Erfolg weiterhin!