Wir fragten Saša Filipović warum Misserfolge gefeiert werden sollten. Er ist Startup Consultant und Gründer der Fuckup Nights Vorarlberg.
„Fehler, Scheitern, Misserfolge – alles Dinge, die wir tunlichst zu vermeiden versuchen. Unsere Gesellschaft wird von Kindheitstagen darauf sozialisiert, dass das Scheitern nur negative Konsequenzen zur Folge hat. Dieses Denken überträgt sich ins Erwachsenenalter und prägt unsere Arbeitswelten. Wir verlernen Dinge spielerisch zu betrachten und geben uns gar keine Möglichkeiten und Räume zum Experimentieren. Das sind aber Dinge, die wir als Menschen, Startups und Organisationen brauchen, um zu lernen und zu wachsen. Wir berauben uns der Möglichkeit unsere Strategien, unsere Herangehensweisen zu hinterfragen, anzupassen und entsprechend zu verbessern, um erfolgreich zu sein.
Die bewusste Auseinandersetzung mit dem Scheitern kann unsere Sichtweise auf Erfolg und Misserfolg grundlegend verändern. Wenn wir Fehler nicht mehr als Niederlagen, sondern als Lernchancen betrachten, können wir eine resiliente Einstellung entwickeln, die uns hilft, uns anzupassen und aus unseren Fehlern zu lernen. Es ist an der Zeit, dass wir als Gesellschaft den Wert des Scheiterns erkennen und anerkennen. Nur so können wir uns weiterentwickeln und den wechselnden Anforderungen unserer Welt gerecht werden.

In meiner Arbeit als Startup Consultant und Gründer der Fuckup Nights Vorarlberg habe ich die Erfahrung gemacht, dass Misserfolge oft die besten Lektionen bieten. Durch die intensive Auseinandersetzung mit den eigenen Fehlern und dem offenen Umgang damit, habe ich spannende Einsichten gewonnen, die sowohl für mein persönliches als auch berufliches Wachstum von unschätzbarem Wert sind.
Wenn ein Projekt oder eine Idee scheitert, ist es oft der erste Impuls, sich zu fragen, was man hätte anders machen können. In Wirklichkeit ist es oft genauso wichtig, sich zu fragen, wie man in der Zukunft besser reagieren kann. Das bedeutet nicht, Fehler zu ignorieren, sondern zu lernen, wie man sie effektiv nutzt, um bessere Strategien zu entwickeln.
Das Scheitern ist ein integraler Bestandteil des Lernprozesses, und diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass es nicht etwas ist, das wir fürchten sollten. Im Gegenteil, es ist etwas, das wir umarmen und für uns nutzen sollten, um unser Wachstum und unsere Entwicklung voranzutreiben. Es ist dieser Ansatz, der uns erlaubt, kreativ zu sein, zu experimentieren und letztlich erfolgreich zu sein.“
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